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Grundlagen des Pflanzenschutzes

1. Wachstumsregler

Nichts ist für Roggen schlimmer, als „ins Lager zu gehen“. Hauptgründe für Lager beim Roggen sind häufig zu dichter Bestand oder schlecht durchgeführte Maßnahmen zur Wachstumsregulierung.

Einkürzungsmaßnahmen sind stets möglichst verträglich durchzuführen. Die beste Bestandsharmonisierung und die effektivste Einkürzung wird in BBCH 31/32 erreicht, wenn sich der erste Knoten vom zweiten abhebt.

2. Fungizide

Blattkrankheiten wie Mehltau und Rhynchosporium sind beim Roggen mit gängigen Pflanzenschutzmitteln im Griff zu behalten.

Einzig der Befall mit Braunrost kann den Landwirt und die landwirtschaftliche Beratung vor etwas größere Probleme stellen. Hier empfehlen sich gute Rostschutzpräparate, da Braunrost - erst spät behandelt - nur sehr aufwendig in den Griff zu bekommen ist. Grundsätzlich sollte man schon bei der Sortenwahl auf geringe Anfälligkeiten gegenüber dieser Krankheit achten.

Den Mutterkorn-Befall gilt es bei Roggen besonders zu berücksichtigen. Hoher Besatz im Erntegut schränkt die Vermarktung sowohl für die Humanernährung als auch für die Futternutzung ein. Mit guter pflanzenbaulicher Praxis und der Wahl von Sorten mit höherem Pollenschüttungsvermögen kann dem Befall wirksam vorgebeugt werden.