Roggen (lat. Secale cereale L.) stammt ursprünglich – genau wie Weizen und Gerste – aus Vorderasien. Dort ist er auch heute noch als Wildform verbreitet.
In seiner Heimat wurde Roggen jedoch nicht bewusst kultiviert, sondern wanderte als „Unkraut“ in die ersten Weizen- und Gerstenbestände (ca. 8.000 v. Chr.) ein. Durch natürliche Selektion entwickelte er im weiteren Verlauf typische Kulturmerkmale, wie die übrigen Getreidearten auch.
Anders als andere Getreidearten kommt Roggen natürlicherweise bis in Höhen von 2.500 m vor. Diese Robustheit sorgte für seine erfolgreiche Verbreitung in Mitteleuropa seit dem frühen Mittelalter.
Heute ist Roggen eine europäische Kulturart. Der weltweite Roggenanbau findet zu 90 % im RYE BELT von Europa statt.



